Beschreibung
Städtisches Gesamtverkehrskonzept
Das städtische Gesamtverkehrskonzept (GVK) ist ein zentrales Instrument zur Erreichung der Klimaziele Klotens bis 2050. Die Mobilität trägt wesentlich zu den CO₂-Emissionen bei und erfordert daher gezielte Massnahmen zur Verkehrsverlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel.
Hauptziel und Klimarelevanz
Die Stadt Kloten strebt eine Verkehrsverlagerung vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf nachhaltigere Verkehrsmittel an. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs (ÖV) am Bi-Modalsplit (ÖV/MIV) soll bis 2030 von 34 Prozent (2018) auf 45 Prozent aller mit ÖV oder MIV zurückgelegten Wege erhöht werden. Diese Verkehrsverlagerung ist zentral für die Reduktion der CO₂-Emissionen im Mobilitätssektor.
Strategische Handlungsfelder
Fussverkehr
Das GVK sieht ein engmaschiges und attraktives Fusswegnetz in den urbanen Entwicklungsschwerpunkten (Flughafen, Zentrum, Steinacker) vor. Wichtige Nord-Süd- und West-Ost-Achsen vernetzen Wohn- und Arbeitsgebiete mit Naherholungsräumen und ÖV-Knotenpunkten. Besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung der Schulwegsicherheit und der hindernisfreien Gestaltung.
Veloverkehr
Der Veloverkehr wird als nachhaltiges Verkehrsmittel priorisiert. Ein kommunaler Velonetzplan definiert komfortable, sichere und direkte Veloverbindungen zwischen Wohn-, Arbeits- und Erholungsgebieten. Ein Veloparkierungskonzept mit innovativen Angeboten wie Ladestationen für E-Bikes und Velostationen an Bahnhöfen ergänzt die Infrastruktur.
Öffentlicher Verkehr
Die Glattalbahn-Verlängerung nach Kloten und der Viertelstundentakt der S-Bahnlinie 7 stärken die ÖV-Erschliessung erheblich. Buslinien werden neu geführt und Haltestellen behindertengerecht ausgebaut, um die Attraktivität und Anschlusssicherheit zu verbessern.
Prioritäre Massnahmen
Das GVK umfasst über 60 konkrete Massnahmen in drei Prioritätsstufen. Zu den wichtigsten Projekten der ersten Priorität gehören der Masterplan Bahnhof Kloten mit Bushof, Betriebs- und Gestaltungskonzepte für zentrale Strassenabschnitte (Dorf-, Schaffhauser-, Lindenstrasse), die Verbesserung von Querungssituationen sowie die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Wohnquartieren.
Neben der Verkehrsverlagerung wird die Umstellung auf nachhaltige Antriebsformen ohne fossile Energieträger beim MIV verfolgt. Die Massnahmen tragen dazu bei, die Flächeninanspruchnahme zu optimieren, Lärm- und Luftschadstoffemissionen zu reduzieren und die Lebensqualität in Kloten zu erhöhen.