Beschreibung
Elektromobilität als Schlüssel zur Verkehrswende
Das revidierte CO₂-Gesetz sieht vor, dass die durchschnittlichen CO₂-Emissionen der Schweizer Neuwagenflotte bis Ende 2025 um 15% gegenüber 2021 sinken. Die Schweiz verfolgt ausserdem das Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen und die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren.
Die Elektromobilität entwickelt sich zum Standard im motorisierten Individualverkehr und ist ein zentraler Baustein zur Reduktion der CO₂-Emissionen im Verkehrssektor. Sowohl auf europäischer als auch auf schweizerischer Ebene haben politische Weichenstellungen den Übergang zur Elektromobilität massiv beschleunigt und verbindliche Rahmenbedingungen geschaffen.
Europäische Ziele
Die Europäische Union hat mit ihrer Flottenregulierung klare Ziele zur Dekarbonisierung des Verkehrs gesetzt:
- 2030: Reduktion des CO₂-Ausstosses von Neuwagen um 55% gegenüber 2021
- 2035: Reduktion auf null CO₂-Emissionen – faktisches Aus für neue Verbrenner mit fossilen Kraftstoffen
- 2026: Überprüfung der Fortschritte und mögliche Anpassung der Regulierung
Ab 2035 werden in der EU keine neuen Personenwagen mit fossilem Diesel oder Benzin mehr zugelassen. Eine mögliche Ausnahme könnte für Fahrzeuge gelten, die ausschliesslich mit E-Fuels betrieben werden, wobei die Integration dieser neuen Fahrzeugkategorie in die Flottenziele noch unklar ist.
Schweizer Roadmap Elektromobilität
Die Roadmap Elektromobilität 2025 verfolgte drei Ziele bis Ende 2025:
- 50% Anteil Steckerfahrzeuge (reine Elektroautos und Plug-in-Hybride) bei den Neuzulassungen von Personenwagen.
- 20'000 allgemein zugängliche Ladestationen schweizweit.
- Nutzerfreundlich und netzdienlich Laden.
Roadmap 2030 – Verlängerung und Ausweitung
- Ausweitung auf weitere Fahrzeugklassen: Lastwagen, leichte Nutzfahrzeuge und Busse im öffentlichen Verkehr
- Fokus auf drei Themenfelder mit prioritären Herausforderungen:
- Fahrzeuge (Occasionsmarkt, Batteriekreislauf, Wissensvermittlung)
- Ladeinfrastruktur (Ausbau, Zugänglichkeit, Nutzerfreundlichkeit)
- Stromversorgung (Tarife, Netzausbau, Energiemanagement)
Ausgangslage und Ziel in Kloten
Die Stadt Kloten treibt den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge voran, um die Netto-Null-Ziele in der Mobilität zu erreichen. Der Nachhaltigkeitsartikel Art. 1bis der Gemeindeordnung, der per 1. Januar 2022 in Kraft trat, verpflichtet die Stadt auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in der Energie- und Umweltpolitik.
Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der Gesamtenergiestrategie, die vom Gemeinderat am 9. März 2021 genehmigt wurde. Eine ausreichende und öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere für Einwohnende ohne private Lademöglichkeiten in Wohnquartieren.
Erschliessung und Inbetriebnahme von öffentlichen Ladesäulen im Quartier an folgenden Standorten